Life Sciences Hub Wien
27. Juli 2020

Life Sciences Hub Wien

perspektiven

Wien hat einen exzellenten Ruf als Forschungs- und Wissenschaftsstandort (Life Sciences Hub). Die idealen Rahmenbedingungen locken viele internationale Forschungsunternehmen besonders im Bereich Pharmazie, Biotechnologie und Medizin an. Damit bietet sich eine einzigartige Vernetzung zwischen Wissenschaft, Forschung, Gesundheitsversorgung und Wirtschaft.

  • Durch die gut funktionierende Kooperation zwischen Forschungsinstitutionen, Universitäten und privaten Unternehmen, wird die Standortattraktivität Wiens für internationale Unternehmen im globalen Wettbewerb erhöht und somit auch Arbeitsplätze geschaffen. Wien als Life Sciences Hub ist bereits EU-weit Vorreiter. Wir weisen eine Forschungsquote von 3,5 % des Bruttoregionalprodukts auf und liegen damit über den vorgegebenen Zielen der EU, die 3 % vorschreiben.
  • Andererseits ist mir immer wichtig, dass alle WienerInnen Zugang zur modernen Spitzenmedizin haben. Forschung findet nicht nur „Stadt“ – sie soll auch rasch zur direkten Anwendung bei den Betroffenen kommen. Dabei ist die Zusammenarbeit vom niedergelassenen Bereich mit den Spitälern von enormer Bedeutung – auch zur Entlastung der Spitäler. Aber auch die Digitalisierung spielt hier eine zentrale Rolle.

Zusätzlicher Aspekt in diesem Bereich ist die demographische Entwicklung: Wir werden als Gesellschaft immer älter und dementsprechend ändern sich die Anforderungen an ein funktionierendes Gesundheitssystem in der Stadt. Mir ist wichtig, dass in unserer Stadt die Menschen in Würde altern können und vor Einsamkeit beschützt werden.

Ausbau Life Sciences Hub

Wien gilt bereits EU-weit als attraktiver Standort für die sogenannten Life Sciences. Ein sehr großes deutsches Pharmaunternehmen hat erst kürzlich 700 Mio EUR zur Errichtung einer biopharmazeutischen Anlage in den Standort Wien investiert. Dadurch sind auch wieder rund 500 Arbeitsplätze entstanden. Mein Ziel ist, Wien als Life Sciences Hub auszubauen. Daher investieren wir in die Infrastruktur wie das 5G Netz, aber auch in umweltfreundliche und effiziente Mobilität. Eines meiner Vorhaben ist die bessere Vernetzung und Zusammenarbeit von Wirtschaft und Forschung. Bereits jetzt sind 5% der Beschäftigten in Wien in der Forschung tätig – damit liegen wir auf Platz 3 aller EU-Regionen. Miteinher geht auch die Tatsache, dass Wien der größte deutschsprachige Universitätsstandort ist. Somit haben hier auch Unternehmen die Chance, gut ausgebildete ForscherInnen direkt von den Unis zu akquirieren. In diesem Zusammenhang ist es auch besonders erfreulich, dass die Central European University ihren Standort künftig in Wien haben wird. Ein wichtiger Schritt für die Vernetzung von Bildung, Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft.

Moderne Gesundheitsversorgung

Mein oberstes Ziel ist es, ein starkes öffentliches Gesundheitssystem für Wien zu garantieren, das allen Menschen zur Verfügung steht. Es ist ein zentraler Pfeiler in der sogenannten kommunalen Daseinsvorsorge der Stadt Wien. Gerade die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig es ist, leistungsfähige Krankenhäuser mit ausreichend Betten und generell qualifiziertes Personal zu haben. Daher ist der Ausbau der FacharztInnen Kapazitäten um rund 250 Stellen  genauso wichtig wie die geplanten 400 Stellen im ambulanten Bereich.  Wir werden gemeinsam mit der Wiener Ärztekammer 16 neue Schwerpunkt Zentren etablieren (z.B. Kinderzentrum, Diabeteszentrum oder Wundzentrum). Zusätzlich werden bis 2025 36 neue Primärversorgungseinheiten geschaffen, die die Spitäler entlasten werden.

Ein ganz wichtiges Anliegen ist mir auch im Zuge der Corona-Krise der Ausbau des psycho-sozialen Angebots. Der wochenlange Lockdown, die Isolation gepaart mit Existenzängsten, hat bei vielen Menschen tiefe Spuren hinterlassen. Einen Ausbau erachte ich daher als dringend notwendig.

Pflegegarantie

Mir ist es wichtig, unseren SeniorInnen möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Und das in den vertrauten eigenen 4 Wänden. Ich habe daher einen Schwerpunkt in diesem Bereich gesetzt. Einerseits wird die unmittelbare Infrastruktur bei geförderten und sozialem Wohnbau so adaptiert, dass sie auch den Anforderungen älteren Menschen entspricht. Andererseits wird es für jeden WienerIn einen Pflegeplatz geben – egal ob es sich hier um die Betreuung in der eigenen Wohnung oder einen Pflegeheimplatz handelt. Auch hier sind Forschung & Entwicklung ein willkommener Partner. Digitalisierung kann hier den SeniorInnen den Alltag erleichtern und auch ihre Sicherheit erhöhen. Sie gestaltet neue Formen des Zusammenlebens und auch des sozialen Zusammenhalts.

Sondermittel: 2 Mio für Corona Forschung

In ihrer Rolle als Life Sciences Hub hat die Stadt Wien sehr früh bereits Forschungsgelder zur Erforschung des Corona Virus aus dem sogenannten Bürgermeister-Fonds zur Verfügung gestellt. Zusätzlich fördert nun auch der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) 24 Projekte mit einer Summe von über 1 Million Euro „COVID-19 Rapid Response Förderung“. Wien ist durch sein wissenschaftliches Know-How dafür prädestiniert, zeitkritische Forschung zu betreiben. Als größte Universitätsstadt im deutschsprachigen Raum verfügt Wien über ein enormes wissenschaftliches Know-How – und unterstreicht damit einmal mehr seine Stellung als Life Sciences Hub.

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